8 Tipps die du beachten solltest, wenn du ein Remote Team aufstellst

arbeiten von überall

Was ist eigentlich Remote Work?

 

Remote Work, bedeutet auf deutsch eigentlich nur „Heimarbeit“. Übersetzen könnte man es auch mit „Fernarbeit“ oder „Home Office“ im Business-Englisch. So viel zur Remote Work Definition.
Doch remote zu arbeiten beschriebt nicht einfach nur die Situation, in der ein Mitarbeiter oder Freelancer hauptsächlich von zu Hause aus arbeitet und sich per E-Mail und Telefon mit dem Unternehmen austauscht. Viel mehr wird es auch gezielt als Managementmethode zur Steigerung der Zufriedenheit und des Wohlbefinden des Mitarbeiters genutzt oder ermöglicht eine ausgewogene Work Life Balance für selbstständige Freelancer.

 

Unaufhaltsamer Trend – auch in Deutschland

 

Die zunehmende Beliebtheit von Fernarbeit ist nicht unbegründet und die Vorteile liegen auf der Hand. Doch gerade in Deutschland gibt es noch nicht so viele Jobs in diesem Bereich. Die Art zu arbeiten ist noch nicht voll etabliert, die Anhängerschaft wächst aber stetig und das auch aus gutem Grund. Und zumindest als Freelancer kann man dieses Konzept natürlich immer nach den eigenen Vorstellungen gestalten.

 

 

Warum Remote Work?

remote working

Wer arbeiten kann wo er will und sich gegebenenfalls sogar die Arbeitszeiten frei einteilen kann, zumindest zum Teil, genießt viele Vorteile. Man hat die Mögichkeit auf Reisen zu sein und kann wie die Made im Speck am Strand unter Palmen E-Mails beantworten. Auf jeden Fall attraktiver als im lauten Großraumbüro finde ich. Und es gibt einem Freiraum, den der ein oder andere doch sehr zu schätzen wissen wird.

 

Herausforderungen des Home Office

 

Remote zu arbeiten macht produktiver und steigert die Zufriedenheit im Team aber es gibt auch einige Herausforderungen, die zu meistern sind, damit so eine Zusammenarbeit funktionieren kann. Welche wären das? Und wie behebt man diese? In diesem Artikel verraten wir dir das.

Unternehmen wie Zapier, Buffer, Automattic machen es schon lange. Und auch die großen Konzerne ziehen langsam nach und geben ihren Mitarbeitern den Freiraum.
Doch sowohl große Unternehmen, aber auch die kleinen Startups haben oft Schwierigkeiten und vergessen die kleinen Problemchen die auftreten können.

In der Regel ist die Remote-Kultur nämlich nicht an einem Tag etabliert. Die Einführung des regelmäßigen Home Office oder tatsächlich dauerhafter Arbeit aus dem Ausland braucht eine gewisse Zeit zum Einfahren. Man muss diese Entwicklung als Prozess sehen.

 

Wie man die Schwierigkeiten meistern kann

 

1) Gemeinsames Projekt Management Tool finden

Wenn ein gemeinsames Projektmanagement-Tool wie etwa Trello, Jira oder Asana eingesetzt wird, ist für jeden im Team klar welche Aufgaben und Deadlines er zu bearbeiten und zu beachten hat. Ein solches Tool in dem alle Informationen zentral zusammen laufen kann Gold wert sein.

 

2) Gemeinsame Sprache finden

Eine gemeinsame Sprache ist essentiell für den Erfolg des gemeinsamen Unterfangens. Wenn eine Verständigung nicht möglich ist kann Remote Work nicht reibungslos funktionieren. Deswegen empfiehlt es sich bereits beim Vorstellungsgespräch der Bewerber auf die Sprachkenntnisse zB. in englischer Sprache zu achten.

 

3) Sprachkurse empfehlen und aktiv unterstützen

Gerade in Diskussionen die fachspezifisch geführt werden können am Ende dann doch kleine Probleme auftreten. Hier ist es absolut sinnvoll den Mitarbeiter bei der Verbesserung seiner Sprachkenntnisse zu unterstützen, denn eine Investition in den Mitarbeiter hilft beiden Seiten und sorgt für mehr Zufriedenheit im Team.

 

4) Video Konferenzen über Ländergrenzen möglich machen

Remote Teams nutzen präferiert Videokonferenz-Software für interne und externe Videoanrufe wie beispielsweise Google Meet, Zoom oder Appear.in. Natürlich kommt es vor, dass bei dem ein oder anderen mal die Internet Bandbreite nicht ausreicht, das Mikrofon Probleme macht oder es sonst Einschränkungen gitb. Sowas ist nervtötend und man sollte diese Probleme zügig beheben, denn sie behindern die Arbeit massiv. So kann man beispielsweise sicherstellen, dass die passende Hardware und ein entsprechender Internetvertrag vorhanden ist.

 

5) Teammeetings strukturieren: Worüber will man sprechen?

Hier empfiehlt es sich vorher ein Inhaltsverzeichnis anzulegen in dem festgesetzt ist, worüber gesprochen werden soll. Ist das Unternehmen erfolgreich, dann werden es schnell mehr und mehr Remote Worker und dann gibt es Chaos bei der Diskussion. Oder einen CEO der einen Monolog führt, was auch nicht zielführend ist. Hier empfiehlt es sich deshalb einen roten Faden vorher zu planen, anhand dem eine Moderation durchgeführt werden kann. Und wenn die Gruppe zu groß wird, dann teilt man sie in kleinere Gruppen auf und macht maximal wichtige Ankündigungen ohne Diskussionsbedarf in großer Runde.

 

6) Meeting-Richtlinien

Es kann sinnvoll sein klare Richtlinien festzulegen, wie ein solches Meeting dann abläuft. Wer ist für welchen Themenbereich zuständig? Wer muss was vorbereiten? Wie fördert man Kommentare und konstruktives Feedback? Macht einer die Moderation oder alle gleichberechtigt? Wenn solche Dinge klar vorgelegt werden hilft das allen im Team.

 

7) Zeitzonen einplanen

Termine über verschiedene Zeitzonen hinweg zu organisieren wird schnell zur Herausforderung. Es wird schnell klar, dass hier eindeutige Richtlinien vorgelegt werden müssen. Zum Beispiel kann festgesetzt werden dass man immer dazu schreibt welche Zeitzone man meint. Oder man setzt fest, dass nur in einer Zeitzone kommuniziert wird in die alle umrechnen müssen. So kommt es in den seltensten Fällen zu Missverständnissen.

 

8) Kommunikation der Mitarbeiter untereinander fördern

Man vergisst gerne wie wertvoll es für das Wohlbefinden jedes einzelnen ist, den persönlichen Austausch zu fördern. Das Gespräch am Kaffeeautomaten fällt weg und umso wertvoller sind die Kommunikationswege die als Alternative geschaffen werden. Slack und Co können hier eine tolle Möglichkeit sein die Mitarbeiter miteinander zu vernetzen. Außerdem gibt es natürlich die Möglichkeit Events zu organiseren, zu denen alle Mitarbeiter, oder zumindest Gruppen, zusammenkommen. Das kann beispielsweise eine Weihnachtsfeier, oder sogar ein ganzer Sommerurlaub sein, in dem man gemeinsam Zeit verbringt.

 

Fazit: Tolles Konzept, das funktionieren kann und viele Vorteile mit sich bringt

 

Die Möglichkeiten, die uns hier das Internet geschenkt hat sind vielfältig und es birgt ungenutze Chancen, die vielleicht auch für dich und dein Unternehmen interessant sind.

 

 

Bildnachweise:

Beitragsbild tellmeyourgoal Pixabay

Reisebild Südostasien judithscharnowski

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Toilettenbüro via GIPHY

2 Kommentare

  1. Interessanter Artikel aus Unternehmersicht, man muss aber auch immer bedenken: ist das pberhaupt was für mich als Arbeitsmodell? Ich persönlich bin jemand der im Home office nicht viel schafft, weil ja noch so viele andere Sachen sich anbieten wie kochen, putzen oder diese Serie endlich mal beenden. Gerade wenn man keine Deadline hat kommt sowas mal schnell vor und der Tag ist vergeudet. Geht man aber in ein Büro UM da zu arbeiten dann macht man das auch für gewöhnlich. Ich fänd es schön wenn eben büro und remote work möglich ist und beides nach Absprache in Anspruch genommen werden kann.

    • Da hast du durchaus Recht! 🙂 Homeoffice forsert viel Selbstdisziplin und Eigenregie, da kann ein Office schon eben auch angenehme Strukturen schaffen.

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