Amazon rüstet seine deutschen Logistikzentren um

Junges Mädchen in Logistik Zentrum packt eine Warensendung Picker, die weite Strecken durch die Hallen der Logistik Zentren laufen müssen um die Artikel zu holen, sollen bald Vergangenheit sein. Dann sollen die Regale mit dem benötigten Inhalt von alleine gefahren kommen. (Bild: Amazon)

In Amerika ist es bereits etabliert – Künftig soll allerdings auch in Deutschland die meiste Arbeit zwischen den Regalen von Robotern verrichtet werden.

 

So versucht Amazon noch effizienter, kostengünstiger und schneller zu werden.

 

Amazon Robotics

 

Junges Mädchen in Logistik Zentrum packt eine Warensendung

Picker, die weite Strecken durch die Hallen der Logistik Zentren laufen müssen um die Artikel zu holen, sollen bald Vergangenheit sein. Dann sollen die Regale mit dem benötigten Inhalt von alleine gefahren kommen. (Bild: Amazon)

 

Dieses Jahr hat der größte Online Versandhändler der Welt im Weihnachtsgeschäft über eine Milliarde Auslieferungen mit Prime getätigt. Die oberste Maxime lautet so schnell wie möglich zu liefern und das bei Niederighaltung der Kosten. Also forscht und entwickelt Amazon und die Logistikzentren laufen immer mehr voll automatisiert auf Hochtouren.

Die Entwicklung zeitgemäßer Logistik läuft über Amazon Robotics.

 

Staubsauger Roboter nur ohne Staubsauger als zuverlässige Helferlein

 

Ein Regal das von alleine fährt bei Amazon Robotics

Regale die von selber dort hin fahren, wo sie gebraucht werden. Das ist Logistik von morgen. (Bild: Amazon)

 

Kennst du diese runden Staubsauger Roboter, die durch die Wohnung fahren und systematisch den Dreck weg machen? Ungefähr so funktionieren die kleinen Roboter von Amazon. Sie transportieren hohe Regale durch die Lagerhalle und orientieren sich an Barcodes auf dem Boden, später bestimmt auch irgendwann an einem elektromagnetischen Feld im Boden. Alles eine Frage der Zeit.

 

Wie es dazu kam? Im März 2012 erwarb Amazon das Unternehmen Kiva Systems für $ 775 Millionen. Seit der Übernahme durch Amazon ist es um Kiva still geworden. Das Unternehmen hat keine neuen Kiva-Kunden und hat alle Marketingaktivitäten eingestellt. Amazon sitzt auf einer Goldgrube und will dieses geniale System für sich behalten. Wäre jetzt mal eine wage Vermutung. So würde ich das machen.

Jedenfalls gibt es die meisten Mitarbeiter im Vertrieb von Kiva nicht mehr, obwohl das Unternehmen weiterhin entwickelt. Industriebeobachter spekulieren im Endeffekt genau wie ich, dass Amazon sich auf interne Operationen konzentrieren will und kein Interesse daran hat die Technologie mit Wettbewerbern zu teilen.

Im August 2015 änderte das Unternehmen endgültig seinen Namen von Kiva Systems LLC zu Amazon Robotics LLC.

 

Wie arbeiten die Amazon Robter?

 

Herkömmlicherweise werden sämtliche Konsumgüter durch Menschen bewegt. Der Ansatz von Amazon Robotics ist Elemente auf selbstfahrenden Untersätzen zu transportieren.

 

Wenn bei Amazon also automatisch ein Auftrag im Online Shop eingeht, sucht das Kiva-Datenbanksystem mit der entsprechenden Software das nächstliegende automatisierte Fahrzeug, auch Bot genannt. Dieser Bot setzt sich sofort in Bewegung. Die mobilen Roboter navigieren durch das Lager und durch einen Sensor wird verhindert, dass ein Bot mit anderen kollidiert. Wenn die Antriebseinheit die Zielposition erreicht, gleitet sie unter der Hülse und hebt sie sorgfältig vom Boden ab. Der losgeschickte Bot holt das entsprechende Regal direkt zum Packer.

 

Wie das in der Praxis aussieht, sieht man in folgendem Nachrichtenvideo.

 

 

Kiva hat zwei Modelle von Robotern. Das größere Modell kann sogar Paletten und Lasten tragen. Die mobilen Bots sind batteriebetrieben und müssen jede Stunde für fünf Minuten aufgeladen werden.
Derzeit hat Amazon über 30.000 der Roboter in ihren Lagern im Einsatz.

 

Was das für die Mitarbeiter heißt

 

Logistik wo jemand den langen Weg laufen muss um ein Päckchen oder ein Buch zu holen, wird es nicht mehr lange geben.

Lange Strecken laufen ist bei Amazon in Zukunft nicht mehr notwendig. (Bild: Amazon)

 

Bestimmte Aufgaben werden wegfallen. Amazon betont, dass es ihnen nicht darum geht Arbeitsstellen zu kürzen, sondern darum ihren Mitarbeitern die Arbeit einfacher zu machen. Trotzdem kann man sich einfach nicht mehr darauf verlassen als Laufbursche gebraucht zu werden. Vielmehr ist morgen jemand interessant der die passende Software entwickeln und bedienen kann.

 

Weiterer wichtiger Punkt sind die Arbeitsbedingungen. Ich habe vor kurzem einen Artikel darüber veröffentlicht, dass Verdi bei Amazon kritisiert, dass es körperlich so belastend wäre. Die Mitarbeiter würden bis zu 20km an einem Tag laufen. Ich stecke das gut weg und lache höchstens darüber. Aber wenn jemand ins Alter kommt kann dieser Weg tatsächlich zur schmerzlichen Last werden.

Von daher ist es gerade für alte Menschen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Ich hingegen würde lieber durch die Gegend rennen als still zu sitzen. Aber das ist persönliche Einstellungssache. Und ich finde schon noch einen Beruf für mich. Ganz sicher.

 

Was das für den Internethandel bedeutet

 

Er wird immer effizienter und steckt wirklich noch in den Kinderschuhen. Es gibt noch keine Drohnen, die Pakete ausfliegen (auch hieran arbeitet Amazon), keine automatisierte Bestückung von Päckchen und wir sind ganz am Anfang der Entwicklungsphase. Wir stecken in den Anfängen einer Industriellen Revolution und das Potential der elektronischen Vernetzung übersteigt das der Dampfmaschine vor 200 Jahren.

Es übersteigt sogar das Vorstellungsvermögen der meisten Menschen.

 

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Macht dir das Angst, liebst du eCommerce und willst Teil von dieser Bewegung sein oder welche Gedanken hast du wenn du das ließt?

Benutz doch mal die Kommentar Funktion, ich würde mich freuen;

 

Dein Luis

 

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