Wird der Bitcoin uns schaden?

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Wer sich mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen beschäftigt wird schnell feststellen, dass man damit gutes Geld verdienen kann. Gerade im Moment sieht das gar nicht schlecht aus. Auch wenn der Kurs heute knapp 500€ verloren hat, so hat sich der Kurs seit Anfang des Jahres doch immerhin mehr als verdoppelt. Aber heute wollen wir uns einmal mit den Bitcoin Gefahren auseinandersetzen.

Immer wieder euphorisiert das Thema die Menschen. Doch gibt es auch eine Kehrseite der Medaille? Vor kurzem sind wir auf einen extrem interessant Eintrag bei Reddit gestoßen der den Untergang der Gesellschaft prophezeit. Ein angeblicher Zeitreisender aus der Zukunft beschreibt was uns bevorsteht.

Bitcoin erreicht 1,000,000 bis 2021

Vor 5 Jahren postete u/Luka_Magnotta eine damals wage These. Doch bislang lag er mit seinen Aussagen ziemlich richtig.

Er schrieb damals: „Bisher ist der Wert von Bitcoin jedes Jahr durchschnittlich um den Faktor zehn gestiegen. Von 0,1 Dollar im Jahr 2010 auf 1 Dollar im Jahr 2011, auf 10 Dollar im Jahr 2012, auf 100 Dollar im Jahr 2013. Von nun an gibt es eine leichte Verlangsamung, […] 1.000 Dollar im Jahr 2015, 2017 auf 10.000, 2019 auf 100.000 und 2021 auf 1.000.000. Ab jetzt lässt sich der Wert nicht mehr in Dollar ausdrücken, da der Dollar nicht mehr verwendet wird und auch keine Zentralbankwährung mehr ausgegeben wird. In der heutigen Welt gibt es zwei hauptsächliche Formen des Wohlstands. Land und Kryptowährungen.“

Aus heutiger Sicht liegt er mit den Einschätzungen soweit richtig. Aber 100.000 und später 1 Millionen pro Bitcoin sind natürlich extreme Prognosen. Unmöglich ist das allerdings nicht.

Die Welt am Abgrund

Er beschreibt wüste Zustände in denen die Regierungen sich nicht mehr halten können. Die Reichen leben in isolierten, geschlossenen Städten, sogenannten Zitadellen. Es bilden sich eigene Hoheiten, die ihre Macht auf dem Bitcoin aufbauen. Hier nennt er ASICminer, den IMF Währungsstabilisierungs Fonds, die Regierung von Saudi Arabien und Nordkorea. Es gibt Hetzjagden auf die Winklevoss Brüder und andere Bitcoin Millionäre und 70% der Menschen in Afrika glauben, dass Bitcoin vom Teufel selbst erfunden wurde.

Was ist dran an diesen Aussagen?

Wir glauben nicht an Zeitreisende. Aber einen interessanten Gedanken beinhaltet der Artikel auf jeden Fall. Unsere Gesellschaft basiert auf der Wirtschaft. Unsere Wirtschaft funktioniert nur mit kontinuierlichem Wachstum. Unser Wachstum funktioniert nur durch Zentralbanken die immer wieder neues Geld auf den Markt bringen und damit einer geplanten Inflation. Kryptowährungen haben weder Zentralbank, noch Inflation. Sie sind ungesteuert und deflationär.

Inflation als Wachstumstreiber

Das heißt also dass ein wohlhabender Mensch, der Geld auf der Seite liegen hat, dieses nicht mehr investieren muss. Heute ärgern sich reiche Menschen wenn ihr Geld einfach nur so rumliegt, weil es durch die Inflation systematisch entwertet wird. Dieser reiche Mann verliert Geld. Es ist zwar noch die selbe Zahl auf dem Kontostand. Aber man kann eben einfach sehr viel weniger damit kaufen in ein paar Jahren.

Deswegen kaufen wohlhabende Menschen Unternehmen, Aktien, Anleihen und was es da sonst noch so alles gibt. Und kurbeln damit die Wirtschaft an. Denn deren Wachstum ist nur möglich durch das ausgeklügelte Kreditsystem. Menschen die Geld für Zinsen verleihen, weil sie der Inflation entkommen wollen. Welches in sich zusammen brechen würde, wenn die Kryptowährungen zu stark werden.

Chancen der Deflation

Zugegeben: Bisher hat das Modell Deflation immer zu Unglück und Untergang geführt. Aber heute sind ein paar Dinge anders.

Wir sind weltweit vernetzt, haben die Digitalisierung, die Automatisierung, neue Technologien und schlichtweg mehr Wissen. Wir leben bereits im Überfluss und viele Menschen haben Sehnsucht nach Verlangsamung und wollen dem Konsum entfliehen. Immer mehr mehr mehr ist einfach nicht für jeden etwas.

Ist also das Modell einer rückläufigen Wirtschaft realistisch auch ohne Bürgerkriege und Hungersnöte? Wenn viele Menschen ein paar Coins auf der Seite haben und damit eine Art Mindestlohn beziehen, werden diese Menschen dann wirklich noch arbeiten gehen wollen? Das bietet einen entspannteren Arbeitsmarkt, da jeder der etwas tun möchte vielleicht leichter Arbeit findet wenn sich viele Akteure zurückziehen.

Wirtschaft ohne Wachstum?

Gleichzeitig unterstützt Künstliche Intelligenz und automatisierte Fabriken bei der Produktion von günstigeren Produkten. Urban Farming um die Ecke und Strom aus regenerativen Quellen ist sicherlich ebenfalls günstiger. Was wenn alles günstiger wird? Und gleichzeitig der Konsum zurück geht? Wäre das so schlimm?

Ist eine Wirtschaft ohne Wirtschaftswachstum überlebensfähig? Wir wissen es sicher nicht. Aber es ist definitiv interessant sich über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Kryptowährungen Gedanken zu macchen. Und wichtig.

Wie ist deine Meinung zu dem Thema? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Bildnachweise:

Pixabay: MichaelWuensch, CliPhotography, Ahmadreza89

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