Alexa Daten sollen als Beweismittel dienen: Privatsphäre in den eigenen vier Wänden bedroht.

hochsensible private Daten werden für Ermittlungen verwendet

Datenschutz war schon immer ein großes Thema seitdem es Kommunikationssoftwares gibt wie WhatsApp. Großes Bedenken hat man eben auch bei digitalen Sprachassistenten wie Alexa, Siri und co.
Daten, die durch diese Geräten aufzeichnet werden, sind privat und hochsensible. Aber was passiert mit diesen Alexa Daten? Sind sie sicher vor unbefugten Zugriffen?

Datenschutz Verletzung durch Alexa

Jeder Mensch hat das Recht auf seine Privatsphäre. Doch immer wieder lesen wir wie Konzerne unsere Rechte verletzen. Im Fall Amazon ist bekannt, dass höchst private Sprachaufzeichnungen von Alexa ausgewertet wurden. Des Weiteren ist bekannt, dass Amazon Mitarbeiter aufgezeichnete Sprachbefehle der Nutzer an die Assistenzsoftware Alexa abtippen lässt, um die Spracherkennung zu verbessern.

Dies sind nur Fälle, die uns bekannt sind. Was Konzerne allerdings sonst insgeheim mit unseren Daten anstellen, möchten wir uns gar nicht vorstellen.

Terror Prävention oder Spionage durch Alexa Daten?

Nach Auffassung des Innenministeriums können die Daten, die Geräten wie Amazon-Echo, Google-Home oder sogar Fernsehern und Kühlschränken sammeln, nützlich sein für die Sicherheitsbehörde.
Eine entsprechende Beschlussvorlage soll noch im Juni bei der anstehenden Innenministerkonferenz das Thema sein.
Berichten zufolge haben sich die Innenstaatssekretäre von Union und SPD in einer Vorkonferenz in Berlin dazu entschlossen, den Antrag aus Schleswig-Holstein unterstützen zu wollen. Der schleswig-holsteinischen Innenminister und IMK-Vorsitzender Hans-Joachim Grote (CDU) begründet den Vorstoß damit, dass digitale Spuren „eine immer größere Bedeutung“ zukomme.

Amazon Echo Alexa Sprachassistent

Damit Alexa Daten künftig bei Ermittlungen verwendet werden können, sollten nun verfassungsrechtliche Bedenken ausgeräumt werden. Künftig soll eine richterliche Zustimmung dafür ausreichen.

Nicht nur Smart-Home Geräte ist das Ziel der Bundesregierung, sondern auch Messenger-Dienste wie WhatsApp.
Der Staat verlangt von den Anbietern die Verschlüssleungsprotokolle zu öffnen, um eben alle Nachrichten zu lesen.

Bildnachweis:

Pixabay: HeikoAL, JanBaby

3 Kommentare

  1. Kein Wunder dass sich in Deutschland so viele kritisch mit dem Thema Alexa auseinander setzen.

  2. Hallo Herr Meier,

    wir freuen uns, dass dich das Thema interessiert.
    Jedoch sind sich die wenigsten Menschen dessen bewusst, dass wir bereits mit unseren persönlichen Daten bezahlen für Online Dienste und Konzerne wie Facebook oder Google und dass diese Konzerne uns mit selbigen Daten kontrollieren und manipulieren. Falls du mehr darüber wissen möchtest, kann ich dir das Buch Die smarte Diktatur von Harald Walzer empfehlen.

  3. Der Artikel hat mir echt gut gefallen! Würde mich freuen wenn ihr zu diesem Thema bald eine Fortsetzung bringt, gibt mit Sicherheit noch viel zu sagen 😉

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