Corona: Herausforderungen und Chancen

weltwirtschaftskrise

Mittlerweile ist fast jedem bewusst wie ernst die Lage rund um den Corona-Virus ist. Die Welt sieht sich vor einer Herausforderung, die sie überfordert und seit Jahrzehnte nicht hatte. Jeden Tag steigen die Zahlen der Infizierten und der Todesfälle unaufhörlich, welche von Skeptikern immer noch kleingeredet werden. Doch was passiert abseits des gesundheitlichen Aspektes? Wie verändert Corona unsere Wirtschaft und unsere Welt?

Corona leitet eine Weltwirtschaftskrise ein

Mehrere Top Ökonomen bestätigen bereits, dass wir auf eine Rezession zusteuern. Barry Eichengreen, ein Professor an der Berkeley University, erklärt sogar in einem Interview mit Capital, dass Corona eine schlimmere Weltwirtschaftskrise auslösen könnte als 1929. Herr Professor Eichengreen schätz einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf bis zu 20 Prozent. Die Rezession kommt durch einen negativen Angebotsschock zustande, weil Fabriken schließen und nicht mehr produzieren. Betriebe werden eingestellt, da die Regierung Ausgangssperre verordnet. Menschen hören auf zu arbeiten, weil sie Angst haben auf die Arbeit zu gehen. Zudem entsteht auch ein Nachfrageschock, da Menschen ihr Einkommen verlieren. Die Verbraucher hören auf zu konsumieren.

Im Vergleich zu historischen Wirtschaftskrisen, die gewöhnlich nur durch Nachfrageschock entstehen, haben wir bei der Corona Krise sowohl einen Nachfrageschock als auch einen Angebotsschock. Besonders Klein- und Mittelständige Unternehmen trifft Corona am härtesten. Die meisten von ihnen müssen mit Insolvenz rechnen. Um einen Totalausfall der Wirtschaft zu verhindern, unterstützt die Regierung mit Hilfspakete und zinslose Kredite. Doch wenn neues Geld durch die Notenbank gedruckt wird, ist eine Inflation nicht mehr weit entfernt.

Chancen durch die Corona Krise

„Die größten Marktanteilsgewinne, aber auch die größten Marktanteilsverluste entstehen nicht in Wachstumsphasen, sondern in Phasen des konjunkturellen Abschwungs.“ So lautet das Kernergebnis einer Studie von GfK/ Serviceplan aus dem Jahr 2010. Aber die Studie zeigt auch, dass Marktanteilsverluste, die man in Krisen macht, auch in längeren Wachstumsphasen nicht mehr aufgeholt werden können. Doch wer wird als Gewinner aus der Krise kommen und wie stellt man sich auf die Gewinnerseite?

Wie im zuvor von der Digitalexpertin Saskia Liste veröffentlichten Artikel beschrieben, profitieren solche Unternehmen, die zeitnah digitale Lösungen implementieren. In Zeiten in der man auf Massenversammlungen verzichten muss, sind Tools für Online-Konferenzen, Online-Schulungen unabdingbar. Außerdem müssen Unternehmen ihr Dienste und Dienstleistungen um ihrem Kerngeschäft auf digital umstellen, um weiterhin geschäftsfähig zu bleiben und Umsatzverluste zu komprimieren.

Abgesehen vom digitalen Aspekt profitieren solche Unternehmen, die vertikal aufgestellt sind. Das heißt, dass diese ganze Lösungen – ein Bündel an Waren und Dienstleistung – für ihre Kunden anbieten und Zwischenhändler ausschließt. In Bekleidungssektoren sind vertikale Anbieter vor allem Zara, H&M, Esprit oder S.Oliver. In der Unterhaltungselektronik sind es Anbieter wie Media Markt und Saturn. Rossmann und dm gehören zu den vertikalen Anbieter in der Drogerie Branche. Zusätzlich zu der Vertikale haben die genannten Unternehmen außerdem ein klar definiertes Leistungsversprechen an dem sich Verbraucher in Krisenzeiten verlassen können.

Bildnachweis:

Pixabay: geralt

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